HEV Jahresbericht 2025

JAHRESBERICHT 20 25 Liegenschaftsmarkt

Preisentwicklung: strukturelle Knappheit bleibt prägend

Der Schweizer Wohnungsmarkt leidet an einer strukturellen Unterversorgung. Darin sind sich die meisten Analysten einig. Der Neubau vermag den seit Jahren bestehenden Nachfra geüberhang nicht auszugleichen. Besonders knapp bleiben kompakte und bezahlbare Wohnungen im unteren und mitt leren Preissegment. Eine rasche Entspannung ist nicht ab sehbar, auch wenn der Markt Anpassungsreaktionen zeigt: Haushalte verdichten sich stärker, und der Pro-Kopf-Flächen konsum sinkt insbesondere in Regionen mit hohem Druck auf dem Wohnungsmarkt. Der Mietwohnungsmarkt bleibt auch 2026 angespannt. Zwar dürfte das Angebot kurzfristig leicht wachsen, da die Baubewilligungen zuletzt deutlich zugenommen haben. Gleichzeitig nimmt die Zahl neuer Baugesuche ab, was dar

auf hindeutet, dass die Neubautätigkeit mittelfristig wieder nachlassen wird. Auf der Nachfrageseite verlangsamt sich das Bevölkerungswachstum zwar etwas, bleibt aber hoch genug, um den Markt weiter unter Druck zu halten. Die Senkung des Referenzzinssatzes dürfte zu leicht sinkenden Bestandesmiet zinsen führen. An der grundsätzlichen Knappheit ändert dies jedoch wenig: Die Angebotsmietzinse steigen weiter, wenn auch langsamer als in den vergangenen Jahren. Insgesamt wächst die Nachfrage weiterhin schneller als das Angebot. In vielen Kantonen werden Wohnungen trotz einer zunehmen den Anzahl an Inseraten schneller vermietet. Besonders ge fragt sind kleinere Wohnungen, insbesondere Zwei-Zimmer Objekte, während grosse und hochpreisige Wohnungen an Dynamik verlieren.

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