OWI MM Studie gesamt, Dez 2025

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Online Wohnungs- index

Abbildung 1: Das Insertionsvolumen wächst schweizweit im Jahresvergleich um 24 000 Objekte oder 6% auf 408 590 Inse rate. Die zunehmende Nachfrage absorbiert das grössere Angebot. Die durchschnittliche Insertionszeit sinkt um 1 Tag auf 24 Tage.

OWI Oktober 2024 – September 2025

Schweizer Mietwohnungsmarkt dreht schneller: rekordschnelle Vermietung trotz steigenden Angebots

Das Angebot an Mietwohnungen auf den wichtigsten Schweizer Immobilienportalen wächst weiter. Zwi schen Oktober 2024 und September 2025 werden gegenüber dem Vorjahr landesweit rund 24000 mehr Wohnungen ausgeschrieben (+6%). Gleichzeitig ver kürzt sich die Insertionsdauer um 1 Tag auf 24 Tage. Dieser Wert liegt wieder auf dem rekordtiefen Niveau von Mitte der 2010er-Jahre. Zu diesen Ergebnissen kommt die neuste Erhebung des Online-Wohnungs index OWI vom SVIT Schweiz, HEV Schweiz und dem Immobilienportal newhome in Kooperation mit dem Swiss Real Estate Institute der Hochschule für Wirtschaft HWZ. Das wachsende Angebot bei weiter steigender Nachfrage deutet auf eine grosse Markt dynamik hin. In Regionen mit bereits sehr kurzen Insertionszeiten wie etwa in Chur, Winterthur oder Genf spitzt sich die Situation weiter zu. Dagegen setzt

sich in Zürich bereits im zweiten Jahr in Folge eine leichte Entspannung fort.

• Zahl der Mietwohnungsinserate steigt gegenüber dem Vorjahr um 6%. • Durchschnittliche Insertionsdauer verkürzt sich trotz Mehrangebot auf 24 Tage (-1 Tag). • Im Zeitraum 2024 und 2025 verzeichnet der OWI die kürzesten Insertionszeiten seit Beginn der Erhebung 2015. • Wohnungsknappheit ist in Chur weiterhin am ausgeprägtesten. • In den Städten Lugano, Basel und St. Gallen sinkt die Nachfrage. • In der Stadt Zürich entspannt sich der Markt weiter.

Abbildung 2: Die Unterschiede der Insertionsdauer zwischen knappen und entspannteren regionalen Miet wohnungsmärkten nehmen tendenziell ab. Insgesamt zeigt sich eine Nivellierung auf tieferem Niveau.

Das Mietwohnungsangebot auf den grossen Schwei zer Immobilienplattformen wächst weiter. In der Peri ode Oktober 2024 bis September 2025 werden rund 408 600 Objekte ausgeschrieben – ein Plus von rund 24 000 Inseraten oder 6% gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich die Erholung des Angebots nach einer deutlichen Abkühlung in der Vergleichsperiode 2022/23 (364 000 Insertionen) im zweiten Jahr in Folge fort, auch wenn das Niveau während der Covid-Pandemie 2021/22 (443 000) noch nicht wieder erreicht ist. Paral lel dazu verkürzt sich die Insertionsdauer auf 24 Tage. Nach einer kontinuierlichen Verkürzung gegenüber dem Langzeithoch von 35 Tagen (2019/20) markiert dieser Wert die Rückkehr auf das Niveau des 1. Quartals 2015 während der ersten Erhebungsperiode des OWI. Die Entwicklung zeigt, dass die Zunahme der Nach frage grösser ist als jene des Angebots. Es kommen mehr Wohnungen auf den Markt, die aber noch rascher wieder vermietet werden. Viele Mieterinnen und Mieter

nutzen offensichtlich die wachsende Auswahl als Gele genheit für einen Wohnungswechsel. Dies ist ein Zei chen erhöhter Mobilität und eines dynamischen, aber weiterhin angespannten Markts. Markus Meier, Direktor des HEV Schweiz, sagt zu den Ergebnissen der neusten OWI-Studie: «Kürzere Ver marktungszeiten trotz mehr Inseraten sind ein klares Indiz für einen anhaltend hohen Nachfragedruck. Um die kontinuierliche Steigerung der Mietkosten effektiv zu bremsen, muss das Wohnungsangebot spürbar ver grössert werden. Dies vor allem auch in den Städten und Agglomerationen; dort, wo der Druck am höchsten ist. Das bedeutet im Bestand zu verdichten, Ausnüt zungsziffern zu erhöhen und vermehrt in die Höhe zu bauen. Missbräuchliche Einsprachen müssen wirksam reduziert werden. Sogenannte Wohnschutzmassnah men wie zum Beispiel Mietzinsdeckel hingegen brem sen die Bautätigkeit, reduzieren das Angebot, führen langfristig zu höheren Mietzinsen und zu einem schlecht

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unterhaltenen Gebäudebestand. Aus dem gut tönenden Schutz wird damit vielmehr ein Schaden.» Marcel Hug, CEO SVIT Schweiz, stimmt zu: «Der Markt reagiert: dort, wo mehr Wohnungen gebaut und aus geschrieben werden, finden Mieterinnen und Mieter ein ausreichendes Angebot zu vernünftigen Preisen. Dau erhafte Entspannung entsteht nicht durch neue Vor schriften, sondern durch Planungssicherheit, attraktives Investitionsklima und die Aussicht, eine angemessene Rendite erzielen zu können.» Abbildung 3 (oben): Nach dem Sprung im Vorjahr bleibt die Inser tionsdauer in der Stadt Zürich konstant. Dennoch rutscht Zürich hinter Baden. Sehr angespannt bleibt die Lage in Chur, Winterthur und Zug. In über der Hälfte aller untersuchten Städten hat sich die Insertionsdauer verkürzt.

Abbildung 4 (unten): In den meisten Städten erreicht das Angebot zu Jahresbeginn seinen Höhepunkt, gefolgt von einem leichten Angebotsrückgang im Sommer.

Mehrangebot und kürzere Insertionszeiten in vielen Kantonen Das wachsende Mietwohnungsangebot ist praktisch flächendeckend über die ganze Schweiz hinweg zu beobachten. In 19 von 26 Kantonen werden mehr Woh nungen ausgeschrieben, in 14 Kantonen verkürzen sich gleichzeitig die Insertionszeiten. Besonders markant ist die Zunahme des Angebots in Appenzell Ausserrhoden (+61%), im Wallis (+39%), in der Waadt (+29%) und in Graubünden (+29%). Trotzdem finden Vermieterinnen

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Abbildung 5: Stellt man die prozentuale Veränderung von Insertionsdauer und Insertionsvolumen einander gegenüber, liegen 11 der unter suchten 15 Städte im Bereich der steigenden Nachfrage.

Relativ entspannte Mietwohnungsmärkte in einem Drittel der untersuchten Städte Allgemein wird angenommen, dass besonders in Schwei zer Städten Wohnungsknappheit herrsche. Die Zahlen der vorliegenden Studie relativeren diese Einschätzung jedoch – mindestens was den Vergleich zur Gesamtschweiz betrifft. In 5 der 15 untersuchten Städte liegt die Insertions dauer über dem Schweizer Mittel. In den Städten Basel, Freiburg, Olten, St. Gallen und Lugano muss eine Wohnung knapp einen Monat oder länger inseriert werden, um einen Mieter zu finden. Damit gehören insbesondere Lugano (34 Tage, +8 Tage), St. Gallen (30 Tage, unverändert) und Olten (30 Tage, -4 Tage) erneut zu den langsamsten Transaktions märkten im Landesvergleich. Während sich in Lugano die Insertionsdauer nach dem markanten Rückgang in der Vor periode wieder verlängert und erneut nach hinten rutscht, bleibt St. Gallen auf dem hohen Vorjahresniveau. In Olten verkürzte sich die Insertionszeit sogar. Dennoch bleibt die Stadt auf vergleichsweise hohem Niveau. Auf der anderen Seite des Spektrums finden Vermieter in Chur am schnellsten einen Mieter. Die durchschnittliche Insertionsdauer liegt bei nur 10 Tagen (-1 Tag) und damit an der Spitze des Städtevergleichs. Auch Winterthur (13

und Vermieter in all diesen Kantonen schneller Miete rinnen und Mieter für ihre Wohnungen. Dies gilt ganz besonders für das Wallis, wo sich die Insertionsdauer um 7 auf 23 Tage verkürzt. In den Ballungsräumen ist das Bild gemischt: Der Kan ton Zürich bleibt mit einer Vermarktungsdauer von 16 Tagen stabil. In der Innerschweiz, namentlich in Zug, Schwyz und Obwalden, nimmt das Angebot deutlich zu (22 bis 29%), was sich in leicht längeren, aber immer noch sehr kurzen Insertionszeiten zwischen 14 und 19 Tagen niederschlägt. Am anderen Ende der Skala bleiben Neuenburg (40 Tage) und Jura (51 Tage) die Kantone mit den längsten, allerdings ebenfalls leicht rückläufigen Ausschreibungs zeiten. Sie zeigen einen Rückgang der Insertionsdauer, trotz teils starker Zunahme der ausgeschriebenen Objekte. Die betreffenden Mietwohnungsmärkte wei sen weiterhin eine lokale Überkapazität aus. Im Tessin ist die Situation umgekehrt: Weniger ausgeschriebene Wohnungen (-23%) gehen mit einer deutlich längeren Insertionszeit einher (+6 Tage). Die Nachfrage in der Südschweiz ist somit rückläufig.

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Abbildung 6: Während Wohnungen mit 2 Zimmern in 13 der untersuchten 15 Städte vermehrt gesucht werden, sind grössere Wohnungen mit 5 und mehr Zimmern nur in 5 der 15 untersuchten Städte gefragter.

Tage), Zug (13 Tage) und Davos (13 Tage) liegen weiterhin auf einem sehr tiefen Niveau und zählen zu den Städten mit dem grössten Nachfrageüberhang. Im Mittelfeld der Insertionsdauer bewegen sich Städte wie Baden, Zürich, Luzern, Aarau, Brig und Bern, die weiter unter dem schwei zerischen Durchschnitt liegen. Damit bestätigen sie den Trend einer leichten Stabilisierung in den grossen Zentren, ohne dass sich die Marktanspannung spürbar löst. Wäh rend Zürich 2022/23 noch an dritter Stelle lag, befindet sich die Stadt heute hinter Baden auf Rang sechs. Bemer kenswert ist, dass die Insertionsdauer in Baden vor zwei Jahren noch beinahe doppelt so lang war wie in Zürich, ein Hinweis auf die hohe Marktaktivität und die dynamischen Verschiebungen im regionalen Vergleich. Im Quartalsvergleich zeigt sich ein gemischtes Bild: Die meisten Städte erreichten ihr Angebotsmaximum im Früh jahr (Q1/25), während das Niveau in den grossen Zentren weitgehend stabil blieb. Besonders Chur, Davos, Brig und Baden erleben über das Jahr einen deutliche Zunahmen von über 20% Inseratevolumen, während Lugano (-32%) klar rückläufig war. In Städten wie Zürich, Winterthur und

Aarau blieb das Volumen nahezu unverändert. Gleichzeitig verkürzten sich in vielen Regionen die Insertionszeiten, was auf anhaltend hohe Nachfrage hinweist. Nur Lugano zeigt mit deutlich längeren Vermarktungszeiten eine gegenteilige Entwicklung. Deutliche Verschiebungen in der Nachfrage: Lugano verliert, Brig gewinnt Eine Gegenüberstellung der prozentualen Veränderungen von Ausschreibungszeitekn und Insertionsvolumen gibt Hinweise auf die Veränderung der Wohnungsnachfrage in den 15 untersuchten Städten. Bleibt beispielsweise wie in Chur die Ausschreibungsdauer trotz einer massiven Zunahme der Anzahl Inserate mehr oder weniger stabil, so zeigt dies, dass die wachsende Nachfrage das zusätzliche Angebot leicht aufnehmen kann. Entsprechend liegt Chur in Abbildung 5 über der Diagonalen und damit im Bereich einer steigenden Nachfrage. Dies trifft neben Chur auch auf Brig und Davos zu, die allesamt eine steigende Nachfrage verzeichnen. In der Stadt Brig hat sich die Marktdynamik im Vergleich zur Vorperiode nochmals deutlich erhöht.

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Umgekehrt weisen nun, neben der Stadt Basel, auch die Städte Lugano und St. Gallen eine sinkende Nachfrage auf. Besonders Lugano zeigt ein klares Gegenbild zur letz ten Berichtsperiode: Während es damals der gefragteste Standort war, weist die Stadt nun mit deutlich längeren Vermarktungszeiten trotz eines kleineren Angebots die schwächste Nachfrageentwicklung landesweit auf. Gemäss den aktuellen Auswertungen verzeichnen die kleineren, meist günstigeren 2-Zimmer-Wohnungen in fast allen untersuchten Städten eine grössere Nachfrage als im Vorjahr. Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung in Brig und Chur. Aber auch in Städten wie Zug, Luzern, Zürich und Winterthur wird das zusätzliche Angebot gut absorbiert. Im Gegensatz dazu verlieren die grossen Wohnungen mit 5 und mehr Zimmern in den meisten Städten an Nach frage. Nur in Brig, Chur, Zug, Freiburg und Aarau bleibt das Interesse stabil oder nimmt zu. In den übrigen Städ ten, insbesondere in Zürich, Luzern und Lugano sinkt die Nachfrage deutlich. Damit bestätigt sich der längerfristige Trend: Während kleinere, zentral gelegene Wohnungen weiterhin stark nachgefragt bleiben, schwächt sich die Dynamik im oberen Preissegment und bei grösseren Woh nungen spürbar ab. Insgesamt zeigt sich ein Mietwohnungsmarkt in Bewe gung: Das Angebot wächst, die Nachfrage ist 2024/25 so hoch wie zuletzt im Jahr 2015, und die regionalen Unter schiede gleichen sich zunehmend aus. Trotz der leichten Entspannung in einigen Regionen bleibt die Konkurrenz der Mietinteressentinnen und -Interessenten um attraktive Wohnungen bestehen. Schnelle Vermietungen werden immer mehr zur Regel. Roman Timm, CEO newhome, betont: «Gerade in einem Markt mit mehr Angeboten ist die Qualität der Inserate entscheidend. Aussagekräftige, hochwertige Bilder, voll ständige Informationen zum Objekt und realistische Preise führen zu mehr Effizienz in der Vermarktung und reduzie ren den Aufwand für alle Beteiligten.» • Anmerkung zur Datengrundlage Die Volumenangaben umfassen jeweils sämtliche Inserate (laufende und beendete) während einer Periode. Doppelzählungen in aufeinan derfolgenden Perioden sind möglich. Die durchschnittliche Insertions dauer basiert auf beendeten Inseraten. Die Jahresvergleiche beruhen jeweils auf den beendeten Inseraten der jeweiligen Vorjahresperioden. Alle Mietwohnungsinserate, in denen sich im Inserat Rückschlüsse auf eine Erstvermietung (bei einem Neubau) oder auf eine totalsanierte Wohnung ziehen lassen, werden als neuvermietete Objekte klassifi ziert. Finden sich im Inserat keine Hinweise auf ein neuvermietetes Objekt, wird es als «Wohnung zur Wiedervermietung» klassifiziert.

Quelle: Online-Wohnungsindex OWI, Dezember 2025, Swiss Real Estate Institute im Auftrag von SVIT Schweiz, HEV Schweiz und newhome, www.svit.ch/owi

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Medienkontakt SVIT Schweiz: Dr. Ivo Cathomen Leiter Politik und Kommunikation SVIT Schweiz Tel. 044 434 78 88 ic@svit.ch

Medienkontakt HEV Schweiz: Adrian Spiess Volkswirtschafter HEV Schweiz Tel. 044 254 90 29 adrian.spiess@hev-schweiz.ch

Medienkontakt newhome.ch AG: Talacker 41 8001 Zürich medienstelle@bopcom.ch

Fachkontakt Swiss Real Estate Institute: Prof. Dr. Peter Ilg Institutsleiter Tel. 043 322 26 84 Tel. 043 322 26 13 (Sekretariat) peter.ilg@swissrei.ch

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Stadt Aarau Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Wohnungen auf dem Aargauer Mietwohnungsmarkt werden knapper. Das Angebot nimmt im zweiten Jahr in Folge ab, gleichzeitig sinkt die Vermarktungsdau er auf einen Mehrjahrestiefstwert. Das spricht für eine anziehende Nachfrage, besonders in den mittleren Preisschichten. Jahresvergleich. In der Beobachtungsperiode werden 1 131 Mietwohnungen ausgeschrieben, -8% gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Insertionsdauer verkürzt sich markant von 23 auf 18 Tage und liegt jetzt deutlich unter dem Wert von 2022/23 (24 Tage). Die Kombination aus weniger Angeboten und spürbar kürzerer Ausschrei bungszeit deutet auf eine zunehmende Marktanspannung hin. Quartalsvergleich. Über das Jahr bleibt das Volumen zwischen 327 und 360 Inseraten. Parallel dazu sinkt die Insertionsdauer von 20 Tagen auf konstant 16 Tage in den letzten beiden Quartalen. Neue Angebote werden damit problemlos und rasch absorbiert. Angebot nach Preissegment. Das grosse Marktvolu men konzentriert sich auf Wohnungen zwischen 1 500 und 2 500 CHF Monatsmiete. Besonders markant ist die Verkürzung der Insertionsdauer in diesem Segment; sie sinkt deutlich um 10 Tage, getrieben durch ein sinkendes Angebot. Auch Wohnungen zwischen 2 500 und 3 000 CHF werden rascher vermietet, diese sogar zwei Wochen schneller trotz wachsendem Angebot (+ 20%). Im oberen Marktsegment über 3 500 CHF zeigt sich ein ähnliches Bild: Zusammen einer kleinen Angebotsreduktion verkür zen sich die Vermarktungszeiten spürbar um 13 Tage. Angebot nach Zimmerzahl. Die Aktivität bündelt sich bei 4-, 3- und 2-Zimmer-Wohnungen; diese Klassen weisen niedrigere Insertionszeiten und -volumen auf. 1-Zimmer-Wohnungen sind gefragter, denn trotz steigen der Anzahl Inserate sinkt die Insertionsdauer auf 14 Tage. Erstvermietung und Wiedervermietung. Erstvermie tungen machen am Aargauer Mietwohnungsmarkt er neut rund 12% des Gesamtangebots aus. Dabei bleibt das Volumen stabil, die Vermarktung erfolgt aber deutlich schneller als im Vorjahr (14 statt 25 Tage). Das Gros des Marktgeschehens entfällt somit weiterhin auf die Wieder vermietungen, die sich ebenfalls zügiger platzieren lassen (18 Tage, -5 Tage).

Stadt Baden Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Der Mietwohnungsmarkt in Baden spannt sich weiter an: Das Angebot nimmt leicht ab, gleichzeitig verkürzt sich die Insertionsdauer deutlich. Der Markt bleibt da mit angespannt, die Nachfrage hoch. Mittlerweile liegt Baden bei der Insertionszeit weit unter dem schwei zerischen Durchschnitt und ist sogar begehrter als die Stadt Zürich. Jahresvergleich. In der Beobachtungsperiode werden 1 002 Mietwohnungen ausgeschrieben, rund 7% weni ger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Insertionsdauer sinkt von 18 auf 15 Tage. Gegenüber dem Erhebungs jahr 2022/23 (23 Tage) bedeutet das eine Verkürzung um über ein Drittel. Die Nachfrage ist somit deutlich gestiegen, auch wenn das Angebotsvolumen leicht zurückgeht. Quartalsvergleich. Das Insertionsvolumen schwankt leicht, nimmt im jüngsten Quartal (Q3/25) jedoch kräftig zu (+37%). Mit 363 Insertionen erreicht Baden den höchs ten Quartalswert seit über zwei Jahren. Parallel dazu sinkt die Insertionsdauer auf nur noch 13 Tage, ein Hinweis auf eine besonders rege Nachfrage. Schon im ersten Halbjahr 2025 war der Trend rückläufiger Insertionszeiten erkenn bar. Angebot nach Preissegment. Die grössten Marktseg mente liegen weiterhin zwischen 1 500 und 2 500 CHF Monatsmiete. Diese Wohnungen sind auch sehr gefragt: Trotz leicht sinkender Angebotszahlen werden sie schneller vermietet als im Vorjahr. Auch in der Klasse 2 000 bis 2 500 CHF bleibt die Nachfrage stark, und die Vermarktungszei ten verkürzen sich erneut. Wohnungen unter 1 000 CHF oder oberhalb 3 500 CHF sind zwar selten, brauchen aber 4 bis 6 Tage länger, bis sie vermietet sind. Zudem liegt ein Überangebot bei Wohnungen über 3 500 CHF vor. Angebot nach Zimmerzahl. Die Aktivität konzentriert sich auf 2- und 3-Zimmer-Wohnungen. Beide Grössen klassen verzeichnen kurze Insertionszeiten (je rund 11– 13 Tage) und gelten damit als besonders nachgefragt. 5-Zimmer-Wohnungen sind selten und verharren bei lan gen Vermarktungszeiten. Erstvermietung und Wiedervermietung. In Baden ent fallen rund 85% der Angebote auf Wiedervermietungen, deren Dauer sich von 18 auf 15 Tage verkürzt. Der Anteil der Erstvermietungen sinkt leicht, diese Wohnungen wer den jedoch ganze 4 Tage schneller platziert, was auf eine stabile Nachfrage hinweist.

Stadt Basel Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Die Zahl der ausgeschriebenen Mietwohnungen nä hert sich den Tiefstständen zu Messbeginn des OWI im Jahr 2017. Dies löst allerdings keinen Run auf die inserierten Mietwohnungen aus. Diese müssen im Städtevergleich weiterhin überdurchschnittlich lange ausgeschrieben werden. Jahresvergleich. In der Beobachtungsperiode werden rund 12 700 Mietwohnungen ausgeschrieben, 9% we niger als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Der Trend rückläufiger Insertionszahlen hält am Rheinknie an – im Unterschied zu Referenzstädten wie Zürich (+7%), Bern (+2%) oder Luzern (+19%). Quartalsentwicklung. Augenfällig ist der Rückgang des Insertionsvolumens im 3. Quartal 2025, dem Schlussquar tal der Beobachtungsperiode. Mit 4 017 werden so we nige Inserate registriert wie letztmals im 2. Quartal 2018 (3 915). Diese Abnahme deckt sich jedoch mit den Beob achtungen in zahlreichen anderen Städten. Angebot nach Preissegment. Günstige und mittelprei sige Wohnungen bis 2 000 CHF Monatsmiete werden bei leicht rückläufigem Angebot häufiger nachgefragt, wo durch sich die Insertionsdauer um 2 bis 4 Tage verkürzt. Wohnungen zwischen 1 500 und 2 000 CHF Monatsmiete bilden in Basel das mit Abstand grösste Angebotsseg ment (4 206 Insertionen). Sie müssen im Schnitt 30 Tage lang inseriert werden. Teurere Wohnungen ab 2 000 CHF sind deutlich weniger gefragt. Angebot nach Zimmerzahl. Alle Grössenklassen ver zeichnen ein rückläufiges Angebot, am deutlichsten Woh nungen mit 4 bzw. 5 und mehr Zimmern (-18 bzw. -17%). 1- und 2-Zimmer-Wohnungen bleiben gefragt. Ein Rück gang der Insertionen um 7 bzw. 4% führt hier zu einer Ver kürzung der Insertionsdauer um 5 bzw. 3 Tage. Erst- und Wiedervermietung. Ursächlich für das rück läufige Marktvolumen ist das Segment der Bestandes wohnungen. Es werden mit 11 355 rund 11% weniger Wohnungen zur Wiedervermietung angeboten als in der Vergleichsperiode.

Stadt Bern Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Das Insertionsvolumen am Berner Mietwohnungs markt bewegt sich seit der Pandemie auf einem an haltend hohen Niveau. Besondere Beachtung verdient der mangelnde Neuwohnungsbau. 2024 steigt der Wohnungsbestand auf dem Stadtgebiet gemäss dem Statistischen Amt gerade einmal um 93 Wohnungen. Jahresvergleich. Das Volumen am Mietwohnungsmarkt nimmt nach Massgabe der Insertionen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2% auf 8 885 Inserate zu. Das ist ein Wert wie während der Pandemie, als schweizweit beson ders viele Mieter ihre Wohnungen wechselten. Die Inserti onsdauer verharrt auf kurzen 19 Tagen, was als deutlicher Nachfrageüberhang zu werten ist. Quartalsentwicklung. Wie andernorts (namentlich Basel und Luzern) sinkt die Zahl der Insertionen im Som merhalbjahr, was sich in einer kürzeren durchschnitt lichen Insertionsdauer von zuletzt 17 Tagen nieder schlägt. Für einen ausgeglichenen Markt müsste die Zahl der Ausschreibungen pro Quartal deutlich jenseits der 3 000er-Marke liegen. Angebot nach Preissegment. Es werden mehr günstige und mittelpreisige Wohnungen bis 2 500 CHF Monatsmie te und weniger teurere Wohnungen ab 2 500 CHF ange boten. Die Auswirkungen auf die Insertionsdauer sind ge ring. Insgesamt nimmt aber die Nachfrage tendenziell zu. Angebot nach Zimmerzahl. Das Angebot an Wohnun gen mit bis zu 3 Zimmern steigt, was aber keine entspre chende Verlängerung der Insertionsdauer nach sich zieht. Wegen des Nachfrageüberhangs wird das Mehrangebot sofort absorbiert. Nur Wohnungen mit 4 bzw. 5 und mehr Zimmern werden weniger angeboten und auch weniger nachgefragt. Erst- und Wiedervermietung. In der Beobachtungspe riode werden 616 Wohnungen zur Erstvermietung ange boten. Das sind im Städtevergleich unterdurchschnittliche 7% des gesamten Wohnungsangebots. Der Wohnungs bau leistet somit keinen nennenswerten Beitrag zur Ent spannung des Nachfrageüberhangs.

Stadt Brig Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Der Mietwohnungsmarkt in Brig zeigt einen starken Nachfrageschub: eine markante Zunahme des Ange bots bei gleichzeitig kürzeren Insertionszeiten. Nach einer Phase moderater Bewegung kehrt spürbar mehr Angebotsdynamik zurück. Jahresvergleich. Im Vergleich zur Vorperiode steigt das Angebot um beachtliche 54% (!) auf 377 Insertionen. Die durchschnittliche Insertionsdauer verkürzt sich deutlich auf 18 Tage (-5 Tage). Damit präsentiert sich Brig als einer der dynamischeren Märkte im Wallis. Quartalsvergleich. Das Marktgeschehen bleibt über die Quartale hinweg lebhaft. Besonders das zweite Quartal zeigt eine starke Nachfrage: 140 Insertionen bei nur 18 Tagen Vermarktungszeit. Im dritten Quartal nimmt das Volumen zwar leicht ab (-4%), die Insertionsdauer steigt geringfügig. Das spricht für eine anhaltend hohe Marktauf nahmefähigkeit. Angebot nach Preissegment. Die stärkste Veränderung zeigt sich bei den mittleren Preislagen zwischen 1 500 und 2 500 CHF Monatsmiete. Hier steigt das Angebot merk lich, während sich die Insertionsdauer deutlich verkürzt (z. B. 1 500–2 000 CHF: -6 Tage; 2 000–2 500 CHF: -2 Tage). Besonders Wohnungen bis 1 500 CHF werden häufiger angeboten und vergleichsweise rasch absorbiert. Hochpreisige Wohnungen ab 3 500 CHF bleiben Nischen produkte, die nur langsam abgesetzt werden. Angebot nach Zimmerzahl. 4-Zimmer-Wohnungen bil den in Brig klar das grösste Marktsegment. Sie werden häufiger angeboten (+45%) und deutlich schneller vermie tet als im Vorjahr (Rückgang der Insertionsdauer auf 18 Tage). Auch 2-Zimmer-Wohnungen sind rege nachgefragt und zeigen leicht verlängerte Insertionszeiten (9 Tage). Kleinwohnungen mit 1 oder 2 Zimmern werden rasch ab sorbiert, während grosse Wohnungen (ab 5 Zimmern) län ger auf neue Mieter warten. Erstvermietung und Wiedervermietung. In Brig entfal len rund 81% der Angebote auf Wiedervermietungen, die sich mit 19 Tagen deutlich schneller platzieren lassen als im Vorjahr (-4 Tage). Der Anteil der Erstvermietungen steigt um 6%, das Angebot selbst hat sich mehr als verdoppelt, bei nahezu unveränderter Insertionsdauer.

Stadt Chur Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Der Mietwohnungsmarkt vermag sich zwar von den Tiefstwerten der Insertionsvolumina zu lösen. Damit entlädt sich ein Teil der aufgestauten Um- und Zuzü ge, die Insertionsdauer bleibt jedoch bei rekordtiefen 10 Tagen. Für eine Entspannung müsste das Angebot deutlich stärker wachsen. Jahresvergleich. 1 331 angebotene Mietwohnungen in der gesamten Beobachtungsperiode werden in durch schnittlich nur 10 Tagen vermietet. Das ist Schweizer Rekord. Chur ist damit seit der Pandemie in dieser zwei felhaften Spitzenposition. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass im Jahresvergleich 48% mehr Wohnungen auf den Markt kommen. Quartalsentwicklung. Ein Hoffnungsfunke für Mieter ist der Anstieg des Angebots im Schlussquartal auf 451 In sertionen. Der Quartalswert müsste noch einige Zeit auf diesem Niveau verharren, um den Umzugsstau aufzulö sen. Angebot nach Preissegment. Das Mehrangebot verteilt sich über alle Preissegmente hinweg. Tendenziell kom men aber mehr mittel- bis hochpreisige Wohnungen auf den Markt, die aber deutlich schneller vermietet werden können als vor einem Jahr. Hier ist die Nachfrage somit besonders hoch. Angebot nach Zimmerzahl. In allen Grössenklassen werden im Jahresvergleich zwischen 29 und 57% mehr Wohnungen angeboten. Gleichzeitig verkürzen sich die Insertionszeiten, was ebenfalls auf eine Entladung aufge stauter Umzüge hindeutet. Erst- und Wiedervermietung. 188 Wohnungsangebote entfallen auf die Erstvermietungen, was 14% des Gesamt angebots ausmacht. Neuwohnungen sind zwar in Chur kein «Gamechanger», sie leisten aber gleichwohl einen Beitrag zur Entspannung des Wohnungsmarkts.

Stadt Davos Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Der Mietwohnungsmarkt in Davos bleibt in Bewegung, das Angebot nimmt weiter zu, während die Vermark tungszeiten erneut sinken. Die Wohnungen in Davos scheinen immer attraktiver und stärker gefragt zu sein. Jahresvergleich. Das Inseratevolumen wächst im Ver gleich zum Vorjahr um 11% auf 330 Objekte. Gleichzeitig verkürzt sich die durchschnittliche Insertionsdauer leicht auf 13 Tage (-1 Tag). Damit setzt sich der Trend einer kon tinuierlichen Marktbelebung fort, die bereits im Vorjahr ein gesetzt hat. Quartalsvergleich. Im laufenden Jahr zeigt sich eine wechselhafte aber insgesamt stabile Angebotslage. Nach einem starken Jahresauftakt mit 95 Inseraten (Q1/25) und kurzen Vermarktungszeiten (10 Tage) steigt das Volumen im zweiten Quartal auf 116 Inserate, begleitet von einem temporären Anstieg der Insertionsdauer auf 18 Tage. Im dritten Quartal normalisiert sich die Dynamik mit 98 Inse raten und nur 11 Tagen Vermarktungszeit. Angebot nach Preissegment. Das Marktgeschehen konzentriert sich auf das mittlere Segment zwischen 1 000 und 3 500 CHF Monatsmiete. Hier liegt der Gros steil des Angebots. Die Vermarktungszeiten bewegen sich für Wohnungen bis 2 000 CHF auf sehr tiefem Niveau (ca. 9 Tage). Die hochpreisigen Segmente (>2 500 CHF) ver zeichnen mit 18 bis 20 Tagen die längste Insertionsdauer. Angebot nach Zimmerzahl. Wohnungen mit 2 und 3 Zimmern bilden den Schwerpunkt des Angebots und werden rasch absorbiert (11–12 Tage). Auch 1-Zimmer- Objekte zeigen eine leichte Angebotsausweitung bei sta biler Nachfrage. Während bei 4 Zimmern das sinkende Volumen (-20%) eine Verkürzung der Insertionszeit um 6 Tage bewirkt, ist ein gegenläufiger Effekt bei noch grösse ren Wohnungen beobachtbar. Erstvermietung und Wiedervermietung. In Davos stammen 87% der Angebote aus Wiedervermietungen, deren Zahl leicht zunimmt und die innert 13 Tagen platziert werden. Erstvermietungen machen nur 13% des Ange bots aus, haben sich aber stark erhöht, was auf punktuelle Neubautätigkeit hinweist.

Stadt Freiburg Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Der Trend des leicht wachsenden Mietwohnungsan gebots in Freiburg setzt sich fort. Von den Werten während der Pandemie ist man im Üechtland aber weit entfernt. Entsprechend sinken die Insertionszei ten auf schweizerische Durchschnittswerte. Die Neu bautätigkeit bleibt sehr träge. Jahresvergleich. 3 615 Mietwohnungen müssen im Durchschnitt 29 Tage bis zur Vermietung inseriert werden. Obwohl das Angebot leicht zunimmt (+6%), ist der Woh nungsmarkt nun gleich angespannt wie anderswo in der Schweiz. Zur Erinnerung: Vor drei Jahren lag die Inserti onsdauer in Freiburg noch jenseits der 40-Tage-Marke. Quartalsentwicklung. Im Schlussquartal nimmt das Angebot in Übereinstimmung mit vergleichbaren Städten (u.a. Basel, Bern, Genf, Lausanne, Neuenburg) wieder markant ab, was aber im Fall von Freiburg mit einer Verlän gerung der Insertionsdauer einhergeht. Die Dynamik am Markt nimmt somit ab. Angebot nach Preissegment. Wohnungen bis 2 000 CHF Monatsmiete vereinen in Freiburg die grössten Preis segmente. Auffallend ist der Angebotszuwachs der Woh nungen unter 1 000 CHF (+43%, 801 Insertionen). Angebot nach Zimmerzahl. 3-Zimmer-Wohnungen, die grösste Klasse in der Stadt Freiburg mit 1 147 Insertionen innerhalb eines Jahres, verzeichnen einen Nachfragerück gang (-3% Inserate bei 36 Tagen Insertionszeit, +2 Tage). Alle anderen Grössenklassen werden im Jahresvergleich rascher vermietet, unabhängig davon, ob die Zahl der In serate zu- oder abnimmt. Erst- und Wiedervermietung. Erstvermietungen machen am Freiburger Wohnungsmarkt nur gerade 5% aus, was ungeachtet des Zuwachses von 124 auf 160 Wohnungen auf eine träge Wohnbautätigkeit hindeutet.

Stadt Lugano Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Der Mietwohnungsmarkt in Lugano zeigt sich erra tisch. Ein markanter Rückgang des Inseratevolumens geht mit einer deutlichen Verlängerung der Insertions zeit einher. Dank der Angebotseruption der letzten Perioden dürften sich viele Wohnungswünsche erfüllt haben. Jahresvergleich. Unter den wenigen Städten mit rück läufigem Angebot sticht Lugano mit einem Rückgang der Insertionen um 28% heraus. Mit durchschnittlich 34 Inser tionstagen (+8 Tage) liegt die Stadt wieder deutlich über dem Schweizer Mittel (24 Tage). Quartalsentwicklung. Wie anderswo ist das letzte Quar tal der Untersuchungsperiode (Q3/25) das schwächste – und zwar hinsichtlich Volumen und Insertionsdauer. Mit 1 650 Inseraten ist das Volumen fast das tiefste seit Auf zeichnungsbeginn im Jahr 2015. Angebot nach Preissegment. Nur von den günstigsten Wohnungen (<1 000 CHF Monatsmiete) werden mehr an geboten. Das Volumen aller anderen Segmente ist rück läufig – je teurer, desto ausgeprägter. Günstige und mit telpreisige Wohnungen werden etwas mehr nachgefragt. Angebot nach Zimmerzahl. 2-Zimmer-Wohnungen sind in Lugano das grösste Segment auf dem Mietwohnungs markt. Sie sind auch weiterhin gefragt. In allen anderen Grössenklassen lässt die Nachfrage deutlich nach. Erst- und Wiedervermietung. Erstvermietungen machen in Lugano 9% des Wohnungsangebots aus. Dies ist im Städtevergleich ein hoher Wert. Sie lassen sich aber nicht mehr so rasch vermieten wie vor einem Jahr (37 Tage, +14 Tage).

Stadt Luzern Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Luzern befindet sich auch weiterhin unter den Städten mit dem grössten Nachfrageüberhang. Daran vermag auch ein Angebotszuwachs nichts zu ändern. Das Vo lumen liegt weiterhin nahe den Tiefstwerten. Jahresvergleich. Ein Angebotszuwachs um 19% kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Mietwohnungs angebot in Luzern seit einigen Perioden so tief ist wie nie seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 2017. Der Nach frageüberhang kommt in einer weiterhin sehr kurzen durchschnittlichen Insertionszeit zum Ausdruck (17 Tage, +2 Tage). Quartalsentwicklung. Wie anderswo ist das Schluss quartal der Untersuchungsperiode (Q3/25) das schwächs te. Die Angebotsausweitung der Vorquartale findet damit ein vorläufiges Ende. Angebot nach Preissegment. Wohnungen zwischen 1 500 und 2 000 CHF Monatsmiete sind in Luzern das mit Abstand grösste Segment. 27% mehr Wohnungen werden in diesem Segment gleich rasch vermietet wie in der Vorperiode (13 Tage). Besonders gut vermieten lassen sich aktuell Wohnungen im Segment von 2 000 bis 2 500 CHF. 22% mehr Angebote werden in 17 Tagen vermietet (-3 Tage). Angebot nach Zimmerzahl. 2- und 3-Zimmer-Wohnun gen stechen mit einer grossen Nachfrage heraus. 27 bzw. 32% mehr Angebote werden innert 14 bzw. 16 Tage ver mietet (je +1 Tag). Erst- und Wiedervermietung. Erstvermietungen machen am Luzerner Wohnungsmarkt 15% aus. Dies ist ein Spit zenwert unter den Schweizer Städten. Mit 648 Inseraten ist das Angebot auch in absoluten Zahlen und in Relation zur Stadtgrösse beachtlich.

Stadt Olten Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Die Vermieter müssen ihre Wohnungen in der Be richtsperiode erneut weniger lang inserieren, dieses Mal 4 Tage weniger. Dies ist einer rückläufigen Zahl an Inseraten geschuldet (-70 auf 1 441 Inserate). Eine kürzere Ausschreibungszeit als Folge einer Angebots verknappung impliziert eine stabile Nachfrage. Jahresvergleich. Die Zahl der ausgeschriebenen Miet wohnungen sinkt um 5% auf 1 441 Inserate. Gleichzeitig verkürzt sich die mittlere Insertionsdauer weiter auf 30 Tage (-4 Tage). Damit wird der Trend zu kürzeren Vermark tungszeiten fortgesetzt, der bereits in den Vorjahren ein gesetzt hat. Quartalsvergleich. Über die letzten vier Quartale zeigt sich ein weitgehend stabiles Inseratevolumen von rund 500 Objekten pro Quartal. Die Insertionsdauer steigt je doch leicht von 28 auf 34 Tage, was auf eine vorüber gehende Abschwächung der Nachfrage hindeutet. Auf fällig ist, dass das Inseratevolumen trotz leicht sinkender Marktaktivität konstant bleibt. Dies ein Zeichen für eine solide Angebotsbasis im Bestand. Angebot nach Preissegment. Das Marktgeschehen konzentriert sich in Olten auf die mittleren Segmente zwi schen 1 000 und 2 000 CHF Monatsmiete. Diese Preis spanne deckt den Grossteil des Angebots ab und weist Insertionszeiten von 26 bzw. 39 Tagen auf. Im tiefen Seg ment unter 1 000 CHF bleibt das Angebot sehr gering und die Insertionszeit mit 17 Tagen kurz. Markant ist die Verkürzung der Insertionszeit im obersten Preissegment. Allerdings ist dort die Anzahl Objekte sehr gering und ein zelne Ausreisser können den Mittelwert stark beeinflussen. Angebot nach Zimmerzahl. 3- und 4-Zimmer-Wohnun gen prägen das Angebotsbild. Sie werden am häufigsten ausgeschrieben und bewegen sich mit etwa 36 Tagen In sertionsdauer über dem Oltener Marktdurchschnitt. Klein wohnungen (1– 2 Zimmer) weisen kürzere Vermarktungs zeiten von etwa 23 Tagen auf. Erstvermietung und Wiedervermietung. In Olten ent fallen 95% der Angebote auf Wiedervermietungen. Der Anteil der Erstvermietungen reduziert sich von 8 auf 5%, ihr Volumen halbiert sich nahezu, was auf eine nachlas sende Bautätigkeit hinweist.

Stadt Sankt Gallen Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Nach Jahren aussergewöhnlich langer durchschnittli cher Insertionszeiten, einem Indiz für einen entspann ten Mietwohnungsmarkt, pendelt sich der St. Galler Mietwohnungsmarkt in der Gruppe von Städten wie Basel oder Freiburg ein. Jahresvergleich. Das Mietwohnungsangebot in St. Gal len sinkt auf Tiefstwerte seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 2015 (-4%). Mit dem Rückgang im Jahresvergleich gehört die Stadt zusammen mit Basel, Genf und Lugano zu den Ausnahmen unter den untersuchten Städten. Die unver änderte Insertionsdauer deutet auf einen Nachfragerück gang hin. Quartalsentwicklung. Das Schlussquartal der Un tersuchungsperiode (Q3/25) ist auch in St. Gallen das schwächste bezüglich des Insertionsvolumens. Auf die In sertionsdauer bleibt dies ohne Einfluss, was ebenfalls auf eine nachlassende Nachfrage hindeutet. Angebot nach Preissegment. In St. Gallen ist das Seg ment von 1 000 bis 1 500 CHF Monatsmiete das grösste Angebotssegment. Das ist eine Besonderheit unter den untersuchten Städten. In vergleichbaren Städten werden am meisten Wohnungen zwischen 1 500 und 2 000 CHF angeboten. Angebot nach Zimmerzahl. Nach Wohnungsgrösse nimmt die Nachfrage mehrheitlich ab. Nur Wohnungen mit 1 Zimmer oder 5 und mehr Zimmern können sich halten. Erst- und Wiedervermietung. Der Anteil der Erstver mietungen am Gesamtangebot der Mietwohnungen ist in St. Gallen mit 10% überdurchschnittlich. Von diesen kom men 20% mehr auf den Markt (696 Inserate) und werden innert 32 Tagen vermietet.

Stadt Winterthur Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Winterthur ist für Mieter auf der Suche nach einer Wohnung ein hartes Pflaster. Die Zahl der angebote nen Mietwohnungen entspricht in keiner Weise der Grösse der Stadt. Dementsprechend kurz sind die durchschnittlichen Insertionszeiten. Jahresvergleich. Im Vergleich zum Vorjahr kommen in Winterthur zwar 3% mehr Mietwohnungen auf den Markt. In absoluten Zahlen vermag das Angebot die Nachfrage bei Weitem nicht zu befriedigen. Die Insertionen verharren nahe dem Tiefststand seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 2015. Quartalsentwicklung. Über die Quartale hinweg ist das Angebot weitgehend stabil. Das gilt auch für das Schluss quartal, in dem andere Städte einen spürbaren Rückgang verzeichnen. Aber die Insertionsdauer nimmt weiter ab. Der Nachfrageüberhang verschärft sich. Angebot nach Preissegment. Wohnungen zwischen 1 500 und 2 000 CHF Monatsmiete sind in Winterthur das mit Abstand grösste Segment auf dem Transaktionsmarkt (1 230 Inserate). Trotz leichter Angebotsausweitung ver kürzt sich die Insertionsdauer. Die gleiche Beobachtung trifft auch auf günstigere Wohnungen zu. Angebot nach Zimmerzahl. Es kommen deutlich mehr 1- und 2-Zimmer-Wohnungen auf den Markt (+19 bzw. +14%). Gleichzeitig verkürzt sich deren Insertionsdauer auf je 12 Tage. Demgegenüber kommen weniger Woh nungen mit 3 und mehr Zimmern auf den Markt. Erst- und Wiedervermietung. Erstvermietungen machen am Winterthurer Mietwohnungsmarkt 16% der Insertionen aus. Dieser Anteil ist aussergewöhnlich hoch, was an einer regeren Bautätigkeit liegen kann, ebenso gut aber auch am mangelnden Wiedervermietungsmarkt.

Stadt Zug Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Die Zahl der zur Vermietung ausgeschriebenen Woh nungen steigt in der Berichtsperiode weiter um be eindruckende 38% (+328 Inserate). Die Angebotsaus weitung führt zu einer deutlichen Verlängerung der Ausschreibungszeit auf 13 Tage. Trotz dieses Anstie ges gehört Zug zu den drei Städten mit den kürzesten Insertionszeiten. Jahresvergleich. Das Inseratevolumen steigt markant um 38% auf 1 195 Objekte – der höchste Stand der letz ten Jahre. Die mittlere Insertionsdauer nimmt deutlich auf 13 Tage zu, was aber wegen des höheren Angebots auf eine anhaltend rege Nachfrage hindeutet Quartalsvergleich. Nach einem lebhaften Jahresauftakt (Q1 / 25: 420 Inserate, 14 Tage) erreicht das Angebot im zweiten Quartal mit 390 Objekten und 16 Tagen Vermark tungsdauer ein kurzfristiges Maximum. Im dritten Quartal normalisiert sich die Aktivität (311 Inserate, 11 Tage), wo mit Zug typischen saisonalen Verlauf bestätigt. Angebot nach Preissegment. Die Marktaktivität kon zentriert sich auf hochpreisige Objekte ab 2 500 CHF Mo natsmiete. Hier wird das Gros der Wohnungen angeboten, bei Insertionszeiten weit unter dem Schweizer Durch schnitt. Im tiefen Preissegment (<1 000 CHF) bleibt das Angebot marginal, während das Luxussegment (>3 500 CHF) stark wächst, aber deutlich längere Vermarktungs zeiten aufweist. Angebot nach Zimmerzahl. 3- und 4-Zimmer-Woh nungen dominieren das Inserategeschehen und werden besonders häufig nachgefragt. 2-Zimmer-Wohnungen bil den ein solides, stark nachgefragtes Segment mit kurzen Insertionszeiten. Wohnungen ab 5 Zimmern bleiben eine Ausnahme und werden deutlich kürzer vermarktet. Inte ressant sind auch die überdurchschnittlichen Insertions zeiten von 1-Zimmer-Wohnungen. In den meisten Städten liege sie sonst deutlich unter dem Durchschnitt. Erstvermietung und Wiedervermietung. In Zug stam men 89% der Angebote aus Wiedervermietungen, deren Zahl erneut stark zunimmt, bei einer verlängerten Inserti onsdauer von 9 auf 13 Tagen. Der Anteil der Erstvermie tungen steigt auf 11%. Das Angebot wächst hier deutlich um 81% und verweilt in dieser Periode fast doppelt so lan ge auf dem Markt.

Stadt Zürich Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Die deutliche Belebung des Vorjahres setzt sich fort. Am Zürcher Mietwohnungsmarkt werden so viele Ob jekte ausgeschrieben wie nie seit Aufzeichnungsbe ginn im Jahr 2015. Je die Hälfte ist mit Zu- und Weg zügen bzw. Umzügen begründet. Jahresvergleich. Im Kalenderjahr 2024 sind rund 39 000 Personen in die Stadt Zürich zu- und ebenso viele aus der Stadt weggezogen. Im gleichen Zeitraum sind 43 000 in nerhalb der Stadt umgezogen. Die Stadt weist damit eine überdurchschnittliche Dynamik auf, was sich in den Inser tionszahlen niederschlägt. Quartalsentwicklung. Ins Auge sticht vor allem die mas sive Verkürzung der Insertionsdauer im Schlussquartal trotz stabilem Wohnungsangebot. Der grosse Nachfra geimpuls führt zu einer Abnahme der Insertionsdauer auf nur noch 11 Tage. Angebot nach Preissegment. Wohnungen zwischen 2 500 und 3 500 CHF Monatsmiete sind in Zürich das grösste Segment, gefolgt von Wohnungen über 3 500 CHF (6 974 bzw. 6 171 Objekte). Zusammen mit Genf nimmt Zürich damit eine Sonderstellung mit deutlich teu reren Wohnungen ein. Sie werden jedoch weniger nach gefragt, während günstigere Wohnungen in deutlich grös serer Zahl angeboten und stärker nachgefragt werden. Angebot nach Zimmerzahl. Es werden deutlich mehr 2- und 3-Zimmer-Wohnungen – die beiden grössten Klas sen – angeboten (+18 bzw. +15%). Dies bleibt weitgehend ohne Einfluss auf die Insertionsdauer, was auf eine deutli che Nachfrageausweitung hindeutet. Erst- und Wiedervermietung. Erstvermietungen machen 19% des Wohnungsangebots aus. Dies sind im Städte vergleich überdurchschnittlich viele. 4 472 Objekte ist der Höchstwert seit Aufzeichnungsbeginn.

Sub-Region Engadin Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Die Zahl der ausgeschriebenen Mietwohnungen im Engadin 1 sinkt nach dem markanten Anstieg der Vor periode klar, bleibt aber auf hohem Niveau. Gleichzei tig verkürzt sich die durchschnittliche Insertionsdauer weiter auf 17 Tage. Erstmals liegt das Engadin betref fend Insertionsdauer auf Züricher und Zentralschwei zer Niveau. Jahresvergleich. Nach einem kräftigen Anstieg des An gebotsvolumens im Vorjahr (von 458 auf 819 Inserate) wurden in der laufenden Periode mit 700 Inseraten (-15%) etwas weniger Wohnungen ausgeschrieben. Die Anzahl inserierter Wohnungen ging prozentual im Gleichschritt mit der Insertionszeit zurück. Somit kann von einer kon stanten Nachfrage ausgegangen werden. Der Engadiner Mietwohnungsmarkt ist mit 17 Insertionstagen nun etwa gleich angespannt wir die Ballungsgebiete Zürich und Zentralschweiz. Insertionszeiten und -volumen nach Gemeinde typen 2 . Das Angebot verteilt sich neu etwas weniger gleichmässig auf alle drei Gemeindetypen. In den ländli chen Gemeinden bleibt das Volumen gegenüber der Vor periode leicht rückläufig, während sich die Insertionsdauer weiter verkürzt. Auch in den städtischen Lagen nimmt die Zahl der Ausschreibungen ab – und das bei deutlich ver kürzter Vermarktungszeit. In den intermediären Gemein den (dichter periurbaner Raum und ländliche Zentren) bewegt sich das Angebot bei nahezu unveränderten In sertionszeiten auf Vorjahresniveau. 1 Die Sub-Region Engadin besteht aus den drei Regionen Maloja, Bernina und Unterengadin/Münstertal. 2 Intermediäre Gemeinden sind Gemeinden von mittlerer und hoher Dichte im periurbanen Raum sowie in ländlichen Regionalzentren.

Region Espace Mittelland Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Die Vermieterinnen und Vermieter im Espace Mittel land 1 können ihre Wohnungen schneller vermieten als im Vorjahr und das trotz leicht gestiegenem Angebot. Das zeigt eine gestiegene Nachfrage nach Mietwoh nungen in der Region. Jahresvergleich. Die Zahl der ausgeschriebenen Woh nungen steigt um rund 1 800 auf 97 700 Inserate (+2%). Gleichzeitig verkürzt sich die durchschnittliche Insertions dauer um 4 Tage auf 28 Tage. Die Verkürzung der Ver marktungszeit bei gleichzeitig mehr Angebot weist auf eine wachsende Nachfrage hin. Insertionszeiten und -volumen nach Gemeinde typen 2 . In allen fünf Gemeindetypen verkürzen sich die Ausschreibungszeiten, am deutlichsten in den periurbanen und ländlichen Gemeinden (-5 Tage). In den periurbanen (+2%), einkommensstarken (+10%) und ländlichen Ge meinden (+7%) steigt die Zahl der Inserate leicht, während sich die Insertionsdauer gleichzeitig reduziert oder gleich bleibt. Dies ist ein klares Indiz für eine steigende Nachfra ge. In den Zentren und suburbanen Gemeinden bleibt das Angebot stabil bis leicht rückläufig, bei ebenfalls sinkender Insertionsdauer. Insgesamt zeigt sich der Markt im Espace Mittelland breit abgestützt, mit einem steigenden Nach frageverhalten über die meisten Gemeindetypen hinweg. 1 Die Region Espace Mittelland besteht aus den Kantonen Bern, Solothurn, Freiburg, Neuenburg und Jura. 2 Suburbane Gemeinden grenzen direkt an ein städtisches Zentrum an. Periurbane Gemeinden sind Gemeinden, die geographisch in der Nähe von städtischen Zentren liegen (im zweiten Agglomera tionsgürtel).

Region Nordwestschweiz Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

Die Vermieterinnen und Vermieter in der Nordwest schweiz können ihre Wohnungen wieder etwas schneller vermieten als im Vorjahr. Trotz einer leichten Angebotsverknappung können sie sich hier aber nur über 1 Tag schnellere Vermietung freuen. Jahresvergleich. Die Zahl der ausgeschriebenen Woh nungen sinkt leicht um rund 2 500 auf 53 700 Inserate (-4%). Gleichzeitig verkürzt sich die durchschnittliche In sertionsdauer um 1 Tag auf 26 Tage. Die parallele Ent wicklung von leicht tieferem Angebot und kürzerer Ver marktungszeit weist auf eine konstante Nachfrage hin. Die Insertionszeit in der Nordwestschweiz ist nur 2 Tage über dem schweizerischen Durchschnitt. Insertionszeiten und -volumen nach Gemeinde typen 2 . In vier der fünf untersuchten Gemeindetypen ver kürzen sich die Insertionszeiten leicht oder bleiben stabil. Am deutlichsten ist die Verkürzung in den Zentren und auf dem Land (-2 Tage), wo das Angebot gleichzeitig et was abnimmt (-8%, bzw. unveränderte Insertionsdauer). In den einkommensstarken Gemeinden verlängert sich die Ausschreibungsdauer leicht (+4 Tage), begleitet von einem moderaten Anstieg der Inserate (+5%). Hier dürfte die Nachfrage vorübergehend etwas schwächer gewe sen sein. In den übrigen Gemeindetypen – suburban und periurban – gibt es kaum Veränderungen. Insgesamt zeigt sich ein ausgeglichener Markt mit tendenziell steigender Nachfrage. 1 Die Region Nordwestschweiz umfasst die Kantone Aargau, Basel Landschaft und Basel-Stadt. 2 Suburbane Gemeinden grenzen direkt an ein städtisches Zentrum an. Periurbane Gemeinden sind Gemeinden, die geographisch in der Nähe von städtischen Zentren liegen (im zweiten Agglomera tionsgürtel).

Sub-Region Oberwallis Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

In der Sub-Region Oberwallis 1 steigt die Zahl der In serate um knapp 340 auf gut 1 660. Trotz der 25-pro zentige Angebotsausweitung verkürzt sich die In sertionszeit leicht, was auf eine deutlich gestiegene Nachfrage hinweist. Jahresvergleich. Die Zahl der ausgeschriebenen Miet wohnungen steigt um 336 auf 1 660 Inserate (+25%), womit das Angebot das bereits hohe Niveau der Vorpe riode nochmals übertrifft. Gleichzeitig verkürzt sich die durchschnittliche Insertionsdauer um 2 auf 23 Tage. Die gegenläufige Entwicklung von wachsendem Angebot und kürzerer Ausschreibungszeit weist klar auf eine steigende Nachfrage hin. Im Vergleich zur Vorvorperiode (2022/23), als das Inseratevolumen noch deutlich tiefer lag, zeigt sich eine nachhaltige Marktbelebung mit fortgesetzt hoher und sogar zunehmender Aktivität. Der Vermarktungsdauer ist nun wieder unter schweizerischem Nieveau. Insertionszeiten und -volumen nach Gemeinde typen 2 . In den Zentren nimmt die Zahl der ausgeschrie benen Wohnungen um 22% zu, während sich die Inser tionsdauer deutlich verkürzt (-4 auf 19 Tage). Dies weist auf eine kräftige Nachfrage hin. In den suburbanen Ge meinden steigt das Angebot leicht an (+6%), bei einer Verkürzung der Ausschreibungszeit um 5 auf 20 Tage, ebenfalls ein Zeichen gestiegener Nachfrage. In den länd lichen Gemeinden verlängert sich die Ausschreibungszeit deutlich auf 47 Tage, verursacht von einem höheren An gebot (+21%). Hier ist von einer schwächeren Nachfrage auszugehen. Ausser in den ländlichen Pendlergemeinden zeigt sich ein robustes Marktumfeld. 1 Die Sub-Region Oberwallis besteht aus den Bezirken Goms, Östlich Raron, Brig, Visp, Westlich Raron und Leuk. 2 Suburbane Gemeinden grenzen direkt an ein städtisches Zentrum an. Periurbane Gemeinden sind Gemeinden, die geographisch in der Nähe von städtischen Zentren liegen (im zweiten Agglomera tionsgürtel).

Region Ostschweiz Berichtsperiode 01.10.2024 – 30.09.2025

In der Ostschweiz 1 ist der Mietwohnungsmarkt weiter hin von einer steigenden Nachfrage geprägt. Die Zahl der ausgeschriebenen Wohnungen nimmt zum dritten Mal in Folge zu, während sich die Insertionsdauer wei ter verkürzt. Jahresvergleich. Die Zahl der online ausgeschriebe nen Mietwohnungen steigt um 4 800 auf 52 500 Inserate (+10%) und erreicht damit den höchsten Stand seit drei Jahren. Gleichzeitig verkürzt sich die durchschnittliche In sertionsdauer leicht um 1 Tag auf 26 Tage. Das Verhält nis von mehr Inseraten bei kürzerer Vermarktungsdau er deutet auf eine weiter wachsende Nachfrage hin. Im Vergleich zur Vorvorperiode (2022/23), als das Angebot noch deutlich tiefer lag und Wohnungen durchschnittlich 32 Tage ausgeschrieben waren, zeigt sich ein kontinuierli cher Nachfrageschub, der den Markt in der Region nach haltig belebt. Insgesamt folgt die Ostschweiz weiter dem schweizerischen Trend. Insertionszeiten und -volumen nach Gemeinde typen 2 . In den Zentren nimmt die Zahl der Inserate um 4% zu, während sich die Ausschreibungszeit leicht verkürzt (-1 Tag auf 26 Tage). Das deutet auf eine solide Nach frage. In den suburbanen Gemeinden steigt das Angebot spürbarer an (+14%) bei einer weiteren Verkürzung der Insertionsdauer auf 26 Tage (-2 Tage), was ebenfalls auf eine gestiegene Nachfrage hinweist. Die stärkste Verän derung findet man in den einkommensstarken Gemeinden mit einem deutlichsten Anstieg der Inserate (+39%) bei gleichzeitig regional stärksten rückläufigen Insertionszeiten (-6 auf 26 Tage). Insgesamt ist der Markt in allen Gemein detypen sehr ausgeglichen und die Insertionszeiten liegen um den Medianwert von 26 Insertionstagen. 1 Die Region Ostschweiz besteht aus den Kantonen Glarus, Schaff hausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gal len, Graubünden und Thurgau. 2 Suburbane Gemeinden grenzen direkt an ein städtisches Zentrum an. Periurbane Gemeinden sind Gemeinden, die geographisch in der Nähe von städtischen Zentren liegen (im zweiten Agglomera tionsgürtel).

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